# OpenMFC – Digital Learning Campus: Bildung für alle ## Zusammenfassung Die Veranstaltung präsentierte den Digital Learning Campus (DLC) als ein Projekt, das darauf abzielt, Bildungsangebote in Schleswig-Holstein zugänglicher zu machen. Der Fokus liegt auf Future Skills und der Überwindung der traditionellen Barrieren, die Hochschulbildung oft für breitere Bevölkerungsschichten unzugänglich machen. Durch die Nutzung moderner Technologien und die Schaffung von niederschwelligen Lernorten soll das Know-how der Hochschulen der Region zugänglich gemacht werden. Die Präsentation beleuchtete die finanzielle Ausstattung des Projekts, konkrete Lernorte und die neue DLC-SH-Plattform zur Vermittlung von Angeboten. ## Metadaten - Zielgruppe: Hochschulangehörige und Gäste des ISy, ZDL, oncampus und HIC zum Tag der offenen Tür - Lernziele / Kompetenzen mit kurzen Definitionen: - Future Skills: Fähigkeit, sich an technologische Veränderungen anzupassen. - Digitale Kompetenz: Sicherer Umgang mit digitalen Technologien und Medien. - Lebenslanges Lernen: Bereitschaft und Fähigkeit zur kontinuierlichen Weiterbildung. - Innovationsfähigkeit: Entwicklung neuer Ideen und Lösungen. - Voraussetzungen: Keine spezifischen Vorkenntnisse erforderlich. Interesse an Weiterbildung und neuen Technologien ist von Vorteil. ## Aufbau der Veranstaltung Die Veranstaltung begann mit einer einleitenden Begrüßung und der Vorstellung des Digital Learning Campus. Anschließend erläuterte Anja Lorenz die Motivation und die Ziele des Projekts, insbesondere die geringe Teilnahmequote an Bildungsangeboten deutscher Hochschulen durch die Bevölkerung. Ronny Röwert übernahm die Präsentation und gab einen Überblick über die finanzielle Ausstattung und die verschiedenen Lernorte. Am Ende präsentiert Tina John die digitale Plattform DLC-SH. Die Präsentation wurde durch Beispiele für bereits umgesetzte Projekte und Angebote ergänzt. Abschließend erfolgte ein Aufruf zur Beteiligung und zur Nutzung der Plattform. ## Die geringe Teilhabe an Hochschulbildung Ein zentraler Punkt der Präsentation war die Feststellung, dass nur ein geringer Prozentsatz der Bevölkerung an Bildungsangeboten deutscher Hochschulen teilnimmt. Anja Lorenz betonte: *„Es sind maximal 5 Prozent und das auch nur, wenn du wirklich, wirklich Wohlwollen zählst.“* Diese geringe Teilhabe wird auf die traditionelle Ausrichtung von Hochschulen auf akademische Kreise zurückgeführt. *„Wir machen mehr oder weniger an den Hochschulen Angebote für Hochschulangehörige und AkademikerInnen.“* Ringvorlesungen, oft als Öffnungsversuch der Hochschulen gewertet, werden hauptsächlich von Personen mit Hochschulabschluss besucht: *„73 Prozent davon haben einen Hochschulabschluss und alle anderen erreichen die einfach nicht.“* Dies führt zu einer Verstärkung bestehender Bildungsungleichheiten. ## Die Mission des Digital Learning Campus Als Reaktion auf diese Problematik formuliert der Digital Learning Campus eine klare Mission: die Bildungsangebote sollen zu den Menschen gebracht werden. *„Die Mission vom Digital Learning Campus ist, dass wir die Bildungsangebote an die Leute bringen wollen. Also raus auf den Elfenbein, rein in die Stadt…“* Dabei sei es wichtig, die Angebote *„zum Anfassen“* zu machen, den direkten Austausch zu fördern und die Hochschulen zu verlassen, um eine breitere Bevölkerung zu erreichen. Der Fokus liegt auf der Schaffung von Zugänglichkeit und der Überwindung der physischen und sozialen Barrieren, die den Zugang zu Bildung erschweren. ## Finanzielle Ausstattung und Fördermaßnahme Ronny Röwert hob die erhebliche finanzielle Unterstützung für den Digital Learning Campus hervor. *„Seit letztem Jahr bis mindestens Ende 2028, hoffentlich auch noch darüber hinaus, 38,5 Millionen Euro von der EU zusammen mit Landesgeldern.“* Diese Summe, die sich auf knapp 10 Millionen Euro pro Jahr beläuft, ermöglicht die Unterstützung physischer Lernorte und die Entwicklung digitaler Infrastruktur. Die Förderung wird als eine *„ganz tolle Fördermaßnahme“* für Schleswig-Holstein bezeichnet. ## Future Skills im Fokus Ein besonderes Merkmal des Digital Learning Campus ist der Fokus auf sogenannte Future Skills. *„Fokus ist Future Skills. Das heißt, technologiegetriebene Entwicklungen, mit denen sich alle Menschen beschäftigen sollten, von Kindern bis Seniorinnen.“* Im Gegensatz zu anderen Initiativen, die ein breiteres Spektrum an Themen abdecken, konzentriert sich der DLC auf Kompetenzen, die im Zusammenhang mit neuen Technologien und digitalen Entwicklungen relevant sind. Dies spiegelt die Überzeugung wider, dass diese Kompetenzen für die Zukunft der Region von entscheidender Bedeutung sind. ## Konkrete Lernorte und Beispiele Die Präsentation illustrierte die Vielfalt der Lernorte, die durch den DLC unterstützt werden. Dazu gehören: - **Übergangshaus Lübeck:** Ein Ort, der bereits vielfältige Angebote beherbergt und nun auch als Lernort für Technologien der Zukunft genutzt wird. - **Pop-Up Seminarraum (Container):** Ein mobiler Lernort, der von der Kunsthochschule Kiel designt wurde und an verschiedenen Orten eingesetzt werden kann, beispielsweise im Freiluftmuseum. - **KI-Salon in Kiel:** Eine regelmäßige Veranstaltungsreihe, die sich mit aktuellen Themen der künstlichen Intelligenz befasst. - **KI-Workshops in Kieler Geschäften:** Kooperationen mit lokalen Geschäften, um KI-Workshops anzubieten und die Technologie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. - **FabLab:** Die Förderung von FabLabs, die auch für Nicht-Studierende zugänglich sind und Zugang zu 3D-Druckern und anderen Technologien bieten. - **Seeburg (Kiel):** Die Entwicklung eines Co-Learning-Space an einem attraktiven Standort. - **Bad Oldesloh:** Ein Lernort, der speziell auf die Bedürfnisse der Medien- und Digitalbranche zugeschnitten ist und auch Schulen einbezieht. Diese Beispiele verdeutlichen das Bestreben, Bildung in den Alltag zu integrieren und verschiedene Lernformate anzubieten. ## Die DLC-SH-Plattform Ein zentrales Element des Digital Learning Campus ist die Plattform DLC-SH. *„Das ist […] die Instanz, in der wirklich die Anbietenden auf der einen Seite ihre Angebote einstellen [und] die Lernorte dargestellt werden.“* Die Plattform dient als zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, um sich über Bildungsangebote zu informieren und sich anzumelden. Sie bietet eine Übersicht über Lernorte, Veranstaltungen und Online-Kurse. Die Plattform ermöglicht es den Anbietenden, ihre Angebote zu verwalten und Teilnahmenachweise auszustellen. ## Handlungsempfehlungen und Next Steps Im Verlauf der Veranstaltung wurden mehrere Handlungsempfehlungen und Next Steps hervorgehoben: - **Nutzung der DLC-SH-Plattform:** Die Anwesenden wurden als Bürgerinnen und Bürger wurden aufgefordert, die Plattform zu besuchen und sich über die verfügbaren Angebote zu informieren. - **Einbindung von Lernorten:** Anbieter von Lernorten wurden ermutigt, ihre Angebote auf der Plattform einzustellen. - **Weitergabe der Informationen:** Die Teilnehmenden wurden gebeten, die Informationen über den DLC an ihr Netzwerk weiterzugeben. - **Beteiligung an Veranstaltungen:** Die Teilnehmenden wurden eingeladen, an den Veranstaltungen des DLC teilzunehmen und sich aktiv einzubringen. - **Kontaktaufnahme mit dem Team:** Die Teilnehmenden wurden ermutigt, sich bei Fragen oder Anregungen an das DLC-Team zu wenden. ## Diskussion und offene Fragen Die abschließende Diskussion beleuchtete einige offene Fragen, insbesondere im Hinblick auf die Qualitätssicherung und die Einbindung von externen Anbietern. Es wurde betont, dass die Verantwortung für die Qualität der Angebote bei den geförderten Partnern liegt. Die Frage der Einschränkungen und der potenziellen Risiken im Zusammenhang mit der Einbindung von externen Anbietern wurde angesprochen, aber als lösbar eingeschätzt. Die Notwendigkeit einer sorgfältigen Auswahl und Überwachung der Anbieter wurde betont.