So, jetzt geht's. Ja, also herzlich willkommen. Wir sind vom Zentrum Digitale Lehre hier an der Technischen Hochschule Lübeck. Also wir sind hier, sind hier ein Kleinteil unseres Teams. Wir sind tatsächlich noch mehr. Also für so eine kleine Hochschule, wir haben 5500 Studierende, ist das eigentlich relativ viel. Wir sind insgesamt zu neunt. Das ist natürlich wahnsinnig viel, weil wir auch eine sehr, sehr lange Historie haben im Bereich des Online-Studiums. Da sind wir schon 1999 in einem riesengroßen Projekt angefangen und das betreiben wir bis heute in so einem Verbund mit virtuellen Hochschulen und haben auch später super viele Projekte noch im Anschluss bekommen. Und was ich eben schon sagte, wir waren immer im Online-Bereich sehr, sehr aktiv und dann später, also unsere eigene Präsenzhochschule hat sich aber eigentlich nie so richtig aus dem Fenster gelehnt, was digitale Hochschullehre angeht. Das ist erst seit Corona letztendlich an den Start gegangen. Und ja, ihr kennt das alle, bei Corona kam halt eben die Notwendigkeit, auch online zu prüfen. Das kam im Grunde auch bei unseren Lehrenden gut an. Das einzige Problem waren natürlich die vielen Täuschungsversuche. Und wir haben dann im Nachgang zu Corona auch nochmal eine Umfrage gemacht unter den Lehrenden und da war tatsächlich auch ein Drittel, die gesagt haben, wir wollen das auf jeden Fall weiterhaben. Nur muss dann sichergestellt werden, dass es ein vernünftiges System ist und wo auch Täuschungsversuche ausgeschlossen sind. Und deswegen haben wir dann angefangen, uns Gedanken zu machen, wie wir das hier umsetzen können und sind letztendlich, haben uns alles mögliche angeschaut, auch von solchen Sachen wie die E-Assessment Center irgendwie, das war natürlich für unsere Hochschule alles viel zu groß, gar nicht zu finanzieren. Dann kam erst so die Idee, das über PC-Pools zu machen. Das machen einige Hochschulen, zum Beispiel HRW Hamburg, die haben aber eine zentrale Poolverwaltung. Das heißt, es ist total einfach, da ein Image hochzuladen, um sicherzustellen, dass alle nur auf ein Prüfungssystem zugreifen können. Bei uns ist das so, dass jeder Fachbereich seine eigenen Admins hat und so alles kleine Königreiche. Und das erschien uns alles viel zu kompliziert, deswegen sind wir dann irgendwann auf Chromebooks gestoßen. Die sind zum Beispiel in den Niederlanden unfassbar breit ausgerollt an Hochschulen. Da gibt es Hochschulen, die tausend Chromebooks angeschafft haben. Und hier in Deutschland kamen erst so im süddeutschen Raum, ganz unten im Süden, einige Hochschulen, die Chromebooks genutzt haben. Und dann hatte ich dann auch zum Beispiel, ich glaube es war die TU Dortmund, die dann auch irgendwie 400 Chromebooks angeschafft haben. Und der Vorteil an diesem System ist halt, dass wir die nicht wirklich warten müssen. Das wäre nämlich auch ein Problem gewesen, hätten wir, sag ich mal, ganz viele Windows-Rechner angeschafft, dann hätten die unter der zentralen Ägide unseres Rechenzentrums gestanden. Und da heißt es dann immer gleich, wir haben keine Ressourcen, stellt uns Ressourcen zur Verfügung und ihr könnt das gerne machen. Und das ist halt eben eine ressourcenschonende Lösung, weil dahinter ja das Chromebook-Betriebssystem dahinterhängt und letztendlich die Aktualisierung erfolgt, indem man die Chromebooks anschmeißt, aufmacht und die aktualisieren sich dann von selbst. Mit einer Google-Admin-Konsole. Wir waren erst, als wir von der Lösung gehört haben, haben wir gedacht, oh Gott, Datenschutz, da wird jemand kommen. Das ist aber völlig, spielt gar keine Rolle, hatte kein Menschenproblem mit, das zu tun. Und wir sind hier, wir sprechen hier von Schleswig-Holstein, wo die Datenschutzbehörde grauenvoll ist. Die verbieten eigentlich so ziemlich alles. Alles, was in Hamburg erlaubt ist, ist hier verboten. Aber mit den Chromebooks war es eigentlich kein Problem. Genau, wir wollten euch das einfach mal ganz kurz vorstellen und sind dann auch auf eure Erfahrungen gespannt oder eure Fragen. Vielleicht habt ihr auch viel weitgehendere Erfahrungen. Wir machen das jetzt wirklich erst seit einem Semester. Wir haben jetzt eine Pilotphase laufen gehabt im Sommersemester, wo wir das erprobt haben. Ja, da kommt auch schon eine Frage. Ja, das ist schon ein bisschen länger her. Du hattest davor gesprochen, dass ihr so viele Täuschungsversuche hattet. Wie sind die denn offenkundig geworden? Volle Vermutung oder habt ihr da klare Begriffe im Garten? Nach Rückmeldung der Profs ging es mehr daraus, dass sie halt korrigiert haben und gesehen haben, Antworten sind so ähnlich, dass es quasi gemeinsam bearbeitet worden sein muss. Und es waren zumindest die Fälle, die ich mitgekriegt habe, nirgendwo so, dass sie dann am Ende harte Beweise hatten, sondern die Leute so ein bisschen in die Zange genommen haben und die so lange, bis sie es zugegeben haben. Also es war nirgendwo so, dass sie sagen konnten, wir wissen jetzt genau das, sondern es waren einfach so. Also ihr hattet auch keine richtigen geprognterten Lösungen, sondern das war eher auf Vertrauensbasis für zwei Stunden oder so, wo man versucht hat, über ein strenges Zeitregiment das irgendwie in den Griff zu kriegen. Aber von den Lehrenden her ist das so ein ganz wichtiger Faktor, dass es absolut täuschungssicher sein muss, und von dem her müssen wir sowieso mit diesem Thema umgehen. Genau und ja? Ich habe mal bei meinen Freundeskreisruhen gefragt, die ein bisschen jünger sind als ich, also zehn Jahre, und die haben auch gesagt, sobald sie die Chance haben, schon bescheißen. Und da braucht man gar nicht drüber diskutieren, ob die bei Fernprüfungen bescheißen, die bescheißen. Und wir haben auch bei den Studierenden eine Evaluation gemacht und da waren ganz viele, die ehrlich waren, sich massiv darüber beschwert haben, dass ihre Kommilitonen wirklich betrogen haben, weil sie das einfach als wahnsinnig unfair vorgenommen haben. Und wir haben jetzt ja auch, E-Klausur steht dran, aber wir haben im Prinzip elektronische Präsenzprüfungen. Es gibt zwar durchaus bei uns noch die Möglichkeit, dass man das auch online macht, es gibt auch Lehrende, die das machen. Es gibt auch Lehrende, die nutzen tatsache unser Standard-Moodle bis jetzt und nutzen PC-Pools oder sogar Bring-Your-Own-Device. Aber was wir wollten, war einfach diese Sicherheitslösung bieten, also etwas, wo man sagt, ich habe im Endeffekt einen Sicherheitsstandard, der ähnlich zu einer Papierklausur ist, wo ich einfach sage, ich kann dadurch, dass es über den Computer läuft, nicht noch auf anderen Wegen schummeln als der Klassiker, Spickzettel in der Tasche, ich gehe mal kurz aufs Klo und google usw. Und dass wir da eben sicher sind. Genau, und das ist bei den Chromebooks eben gut. Wir hatten jetzt Kiosk-Modus angesprochen, das nennt sich da Gassitzung und das ist eben, ja, genau so, dass man das abschotten kann, dass man Webressourcen verbieten kann, dass man sagen kann, ihr habt genau eine URL und das ist eben unser Moodle-Examen, wo ihr drauf arbeiten könnt. Aber man kann auch mehr erlauben, also man kann das relativ gut skalieren. Genau, und dann haben wir zwei solche Wegen, A36 Chromebooks angeschafft, ne 32, genau, also insgesamt 64. Ja, man sieht's, die sind relativ groß, relativ schwer, 130 Kilo und sind nicht straßentauglich, das ist schon so einigermaßen eine Hürde, die uns dann begegnet ist. Das heißt, wir sind im Prinzip auf ein Gebäude fixiert erst mal. Genau, geplant war es anders, aber als die Wegen dann kamen, haben wir gesagt, wir versuchen nicht damit, hier über unseren zerklüfteten Campus über die Bordsteinkanten zu fahren, wir kommen damit nicht weit. Dann braucht man eben einen zentralen Ort, wo man es hinstellen kann und das ist schon das erste Nadelöhr, wo wir ein kleines bisschen Gegenwind haben. Also da sind wir akut auch noch auf einer Suche nach einer Lösung, wie wir von dem Problem wegkommen, dass die Geräte einfach irgendwo in einem Gebäude sind und man nur dieses Gebäude im Moment bespielen kann. Ich will mal kurz dazwischenfragen, da kam Ihnen ja gehört, auf unseren Model-Testinstanz oder Prüfungsinstanz, heißt das, Sie haben mehrere, das heißt eine zum Lehren und eine zum Prüfung? Ja, genau, wir haben das jetzt neu dazu gemacht, das Prüfungsmodel. Aber die haben ja auch eine Defizien, das heißt, sie sind irgendwie miteinander verheiratet und an welchen Stellen haben Sie das? Ja, wir haben das neu dazu gemacht, das Prüfungsmodel. Aber die haben ja auch eine Defizien, das heißt, sie sind irgendwie miteinander verheiratet und an welchen Stellen haben Sie das? Wir haben es auf den Folien gleich auch noch mal. Generell die Administration von den Chromebooks läuft über Google, ist aber genau der Punkt, wir haben einmal genau diesen einen Google Account, Google Admin, der da konfiguriert und es ist nicht so, dass die Prüflinge irgendwie was mit Google zu tun haben. Ja, ein Chromebook, das ist ein Google-System, das ist ein Google-System, das ist ein Google-System, das ist ein Google-System, das ist ein Google-System, das ist ein Google-System, das ist ein Google-System, aber so wie es konfiguriert ist, werden keinerlei Nutzerdaten gespeichert und erst recht keiner an Google geschickt. Von daher war das relativ einfach, das hier durchzukriegen. Ein bisschen hampeliger war das, dass man damit das funktioniert, wir haben ja, wie gesagt, das Google Admin nicht gekauft, sondern wir nutzen Google Education und da muss man halt erstmal gucken, dass man als Hochschule reinkommt, man ist auf die Mitarbeit des Rechenzentrums angewiesen, dass man eben ganz klar diese Hochschuldomain bei Google registrieren kann, als Education Domain, das hat aber bei uns auch ganz gut geklappt. Und dann kann man im Endeffekt, ja sozusagen, eine Konfiguration einrichten, wo man dann sagt, da ist alles gesichert, da haben wir zum Beispiel so Sachen drin, dass man auf dem Chromebook selber eigentlich nicht viel machen kann, außer eben auf dieses explizite Prüfungssystem gehen. Ich kann auch keinen USB-Stick anschließen, das ist alles abgeklemmt. Ich kann auch nicht irgendwie in andere Netze wechseln oder sonst irgendwelchen Unfug machen. Ich kann auf diesem Chromebook wirklich genau den Browser nutzen, da öffnet sich automatisch das Prüfungssystem, da logge ich mich ein und wenn ich es zuklappe, fährt es sich runter und alles ist weg und die Nutzerdaten werden runtergeputzt. Also die Rechner sind noch nicht mal in dem WLAN, in unserem Standard WLAN, sondern in einem GerätewLAN, was eigentlich niemand sieht, außer diese Geräte. Genau, was für uns dann den Vorteil hat, dass die eine feste IP-Adresse haben, das heißt unser Prüfungs-Moodle-System ist genauso weltweit erreichbar wie unser normales Moodle. Das hat den Grund, dass natürlich die Lehrenden, die ihre Klausurkurse vorbereiten wollen, die auch nicht so schnell wie wir, die auch gerne mal von zu Hause machen und nicht sagen, wir machen es nur auf dem Campus oder wir machen es mit bestimmten Geräten, das muss offen sein und gesichert haben wir dann am Ende die Tests in Moodle, wo man dann wirklich nur mit dem Chromebook reinkommt mit der entsprechenden IP-Adresse. Wissen Sie, auf welchem WPA-Stand ihr seid mit eurem IoT-Netz? WPA 2 oder WPA 3? Ich glaube, es ist 2. Beim Gerätenetz habe ich keine Ahnung. Sollte man das mal anrufen? Ja, das kann ich ausprobieren. Dann kommen wir langsam an die Dateikvektoren. Ja, vor allem, wie gesagt, die Dinger sind im Gerätenetz, hat auch noch Mac-Filter drauf. Da kommt niemand sonst in dieses Netz, wenn ich vom Rechens... Ja, das ist richtig. Aber da müsste man eben auch dazu sagen, man müsste ein Studie haben, der eben in der Prüfung dahinter kommt, welche Mac-Adresse hat mein Chromebook, wo er eben nicht rankommt. Und dann müsste er eben gucken, wie das funktioniert. Und dann muss er gucken, dass er irgendwas bastelt. Und das müsste er eben auch noch in diesen 2 Stunden hinbekommen, in der Prüfung ist. Und in dem Moment, wo der sich draußen in Moodle einloggt, auf dem Flur, weil er eben alles geschafft hat, trotzdem reinzukommen, dann geht hier der Bildschirm beim Chromebook einmal auf rot, weil er nämlich in Moodle in dem Klausurraum ausgeloggt ist. Das ist so eingestellt, dass man sich nur einmal zur Zeit einloggen kann. Und dann hätten wir zur Not auch noch die Möglichkeit, dass wir es im Log sehen. Aber das ist nicht so, dass man sich einfach vor den Saal stellen und dann den Laden kaputt machen muss. Sodass keiner im Raum mehr kann und dann muss die Klausur beendet werden, weil ja die Technik nicht funktioniert. Darum geht es bei uns. Wir machen es dann auch mal schlau. Danke für den Hinweis. Genau, ganz genau. Das ist ein schönes Beispiel für... Wenn da jemand drauf ist, dann ist es ein bisschen schwierig, wenn man da draufhaut, dann sieht man das, wenn der wegrennt. Wenn du so einen Sender hast, den sieht man nicht. Den kannst du an der Hose paschen, wenn du das bei mir dabei hast. Aber das ist ein schönes Beispiel für genau die Diskussionen, die wir massiv führen mussten, wo wir Sicherheitspläne quasi liefern mussten für Probleme, die auch analog auftreten, wo man aber jetzt digital eine hieb- und stichfeste, 100-prozentige Lösung finden musste, wo man sagt, aber analog gibt es dafür doch auch, wo man sagt, wo habe ich denn, wenn ich analog mit der Klausur aus dem Raum gehe als Prof und habe die fertig korrigierte Klausur, wo habe ich denn nachverfolgt, dass der nichts ändert? Digital mussten wir so etwas dann darlegen. Das haben wir auch noch mal auf einem Ding, was für Hürden wir hatten. Ich habe noch mal eine kurze Frage zu Chromebooks versus fixverbrauchte PCs. Waren bei euren Überlegungen noch andere Dinge wichtig, außer dass das mit dem Beschicken von PCs bei euch schwieriger ist? Ja, ich glaube, es ist wichtig, dass wir auch die Flexibilität einfach in bestimmte Räumlichkeiten zu gehen, die vorher nicht ausgestattet sind und wo auch die Akkulastung der Geräte so lang ist, dass wir nicht auch noch mit aufwendiger Verkabelung oder Ähnlichem arbeiten müssen. Hätte man zentral administrierte Rechner, könnte man das einfach. Und sie sind viel günstiger in der Anschaffung. Wir haben Convertibles, die haben wir für 300 Euro das Jahr ausreichend, um solche Obstverfügungen zu schreiben. Das heißt, es war auch nicht das Thema, dass es einen fixen Raum geben soll, der mehr oder weniger für die ganze Hälfte hat. Wir wollten eigentlich sehr flexibel sein und hatten gedacht, wir können den ganzen Campus bespielen und sind da halt an der Realität dieser Laptop-Wagen im Moment gescheitert und brauchen da noch mal eine andere Lösung. Und dann haben wir das mit der neuen Laptop-Wagen gemacht und haben gesagt, macht es in den Vorlesungszielen und wir haben eine Nobox gekauft. 350 Euro. Mit einem eigenen System. Das müssen wir jetzt nicht mehr. Genau, unser Prüfungssystem, man kommt mit dem gleichen IT-Account rein wie in allen anderen Systemen auch, haben wir auch schon gemerkt. Wir haben auch schon gemerkt, dass es ein bisschen komplexer ist, weil es gibt Studis, die in der Prüfung einfällt, ich weiß aber mein Passwort nicht. Ich weiß das von den Kollegen von der anderen Straßenseite an der Uni, die arbeiten in ihrem Prüfungssystem mit Einmal-Kennwörtern, die dann ausgegeben werden und dann hat man es darüber gelöst. Also ein IT-Account wird ein Problem werden. Genau, und ansonsten haben wir alles rausgeschmissen, dass man als Student irgendwelche Artefakte hinterlassen kann, irgendwelche Spickzettel verbasteln kann, irgendwo miteinander kommunizieren kann, sodass da im System selber einfach nichts mehr passieren kann. Genau, nur eine Anmeldung zur Zeit und auf Wunsch bestimmter Leute wurde auch die Teilnehmerliste deaktiviert, was ich persönlich nicht verstanden habe, weil die sitzen alle in einem Raum, sie sehen sich sowieso und den Namen kennt man, aber die Teilnehmerliste ist auch weg. Also da kann man sich ja nicht abmelden. Kann ich dem ein neues Chromebook in die Hand drücken und der übernimmt die Session? Die Session stirbt quasi mit dem Browser. In dem Moment, also selbst wenn das Chromebook sich aufhängt, dann wäre im Endeffekt zum einen ist die Session zu, zum anderen ist es so, dass mit der zweiten Anmeldung die erste Session beendet wird. Das heißt, selbst wenn die Session offen bleibt, wird die quasi zugemacht, sobald man sich anmeldet. Das ist eine halbe Stunde. Das ist gar nicht das One-Session-Prüfungs, das ist keine Prüfungs-Access-Rule, sondern eine Login-Access. Genau. Das ist das One-Session-Programm. Das würde verhindern, dass man sich mit der zweiten Anmeldung einloggen könnte. Genau, man kann sich ein zweites Mal einloggen, aber man würde dann halt rausfliegen, raus in dem anderen Ding. Das würde man dann zumindest mitbekommen. Ja. Ja, das ist das Problem. Genau. Um es den Lehrenden ein bisschen leichter zu machen, haben wir ein Template entwickelt für eine Klausur und das Template kopieren wir dann entsprechend für die Lehrenden, haben auch so ein bisschen Anleitungen reingemacht, haben natürlich auch noch ein Tutorial, haben Videos gemacht, sind natürlich auch persönlich ansprechbar. Genau. Und wie kommen die Lehrenden an dieses Template? Da haben wir ein Formular gebastelt mit der Moodle-Datenbank einfach und das füllen sie aus und dann geht doch noch sehr, sehr viel weiter. Also, das ist das, was wir jetzt machen. Wir haben dann die Klausur, die wir dann erst, die beantragen das über das Formular. Wir erstellen dann diese Kurse aus den Templates, schicken die den Lehrenden quasi per Link und ja, die entwickeln dann ihre Klausur in dem Kurs. Genau. Was noch so ein bisschen hakelig ist, ist das Einschreiben der Studierenden. Auch das muss im Moment manuell erfolgen. Wir haben keinen Zugang zu KISS. KISS ist so eine Art Klassik-Studie, die wir dann auch in der Klausur einstellen. Wir können uns die Liste dann als CSV übermitteln und wir schreiben die Studie an. Wir haben aber schon Bedarf angemeldet, dass wir dann bei SIN ONE, also wenn das Prüfungssystem kommt, also das könnte theoretisch auch da die Kurse erzeugen und auf die Leute eintragen. Also, da haben wir schon Bedarf angemeldet, dass das eine sinnvolle Lösung wäre. Immerhin kann man den Export aus dem System relativ einfach ausleihen. Wir haben dann eben einmal noch einen Ablagebereich für die Lehrenden, wo die noch irgendwelche Protokolle und so was hochladen können, dass wir im Endeffekt alles in einem da liegen haben und auch noch mal einen Bereich, wo wir Metadaten ablegen können, die die Lehrperson nicht sehen darf, die aber eben, also wie zum Beispiel die Logfiles oder Ähnliches, die wir eben dann bei Bedarf auch mit aus dem Kurs ziehen können, auch wenn dann drei Jahre später noch einer kommt und sagt, ja, aber dann liegen da die Logfiles auch noch mal in den Kurs, die wir dann reinlegen. Eine kurze Frage zu Kurs für Klausurverantwortung. Das heißt, ihr legt es wirklich manuell, dann geht es mal im Kurs an? Okay, und wie schaut das aus? Exportiert sie die Noten dann auch direkt in ein anderes System? Das findet gar nicht da statt. Also die Notengebung findet nicht in Moodle statt, sondern in diesem KISS-System. Okay. Das ist aber von den Lehrenden auch, wir haben auch schon mal gehört, die kommen von unserer Testperson, die das jetzt ausprobiert hat, dass es natürlich nett wäre, wenn man so etwas hätte, aber es ist ja so, dass es in Moodle nicht automatisch so ist, dass man da die Noten hat. Man muss ja schon auch ein bisschen Arbeit reinstecken, den Notenschlüssel im Kurs entsprechend anlegen, wo man auch sagt, hätte man jetzt irgendwie zum Beispiel, die IHK hat einen festen Notenschlüssel, den könnte man zum Beispiel in so einem System fest hinterlegen und dann hätte man automatisch anhand von Punkten Noten und das Ganze wäre fix. So ist es aber so, dass man den Notenschlüssel selber macht, gegebenenfalls auch je nachdem, wie die Kurve ausfällt, ein bisschen schiebt und dann quasi zu sagen, okay, du kannst da Noten exportieren, aber du musst erst mal das hier hinten entsprechend einpflegen. Das wird wahrscheinlich akzeptanzmäßig auch nicht so der Hit sein. Wir haben es so, dass wir exportieren das raus. Aber das manuell anlegen, das hat bei uns nicht funktioniert. Ja gut, wir sind klein und es ist Tatsache sogar so, unsere Lehrkurse werden auch manuell angelegt. Das machen Gott sei Dank nicht wir, da gibt es eine andere Supportstruktur für und es ist natürlich, wenn wir Wunschkonzert spielen wollen, wo wir sagen, wir möchten irgendwann auch an den Punkt kommen, dass wir keine Kurse mehr von Hand anlegen, weil es einfach aufwendig ist. Und habt ihr dann eine Anbindung an das Prüfungsanmeldungssystem oder wie macht ihr das? Ja, das wäre auch so unser Traum dann, wenn irgendwann HISTANDONE steht, das ist halt eine Entwicklungszeit, die bei uns einfach in die Achtjahre-Spanne geht und darauf müssen wir warten. Ja, das ist auch so, dass an der Humboldt-Uni in Berlin kommt auch HISTANDONE und das Examen-Tool soll irgendwas 2030-Primadomen kommen. Das ist natürlich das Letzte dann, das wäre eine große Überraschung. Und wir haben auch den Wunsch schon geäußert, das wäre doch super und die haben schon gleich knallhart gesagt, also es wird nichts in HISTANDONE von außen reingepusht werden. Das ist schon mal ganz generell abgelehnt. Ein Pool fanden sie auch schon nicht toll. Also wahrscheinlich würden sie das dann auch noch mal über einen manuellen Import gehen und dann kann man nur versuchen, das so hinzubekommen, dass der Export von Moodle schon möglichst genau so ist, wie da der Import ist, dass man die selber dann teilweise zweimal anklicken muss. Also rede frühst möglich mit den Leuten, die das machen, um das gleich denen ins Gedächtnis zu brennen. Also ich habe das schon vorgelegt. Dass man die Acht Jahre auch komplett immer wieder zubringt. Ich versuche das schon immer, ein Hochschul-Test zu machen. Das ist ja auch schon ein bisschen ein Problem. Ja, bei Hochschulen dauern manche Prozesse einfach auch ewig. Also du musst ja permanent treten, dass da noch was passiert. Genau, bei der Testkonfiguration selber, sowohl in den Template als auch im System, haben wir ein paar Einstellungen vorgenommen. Zum einen die selbstgebildete Navigation ist erzwungen, also die kann man nicht ausstellen. Es hat rechtliche Gründe. Die Studierenden müssen einfach frei in diesem Test navigieren können und das Nutzerbild rechts oben in der seitlichen Leiste ist eben auch sichtbar. Da wird ja Hintergrund, dass wenn die Aufsicht da mal rumläuft, dass sie eben sehen kann, dass die Person, die da sitzt, auch wirklich angemeldet ist. Ja, ist so ein bisschen eine Krücke. Was die Dozierenden dann eigentlich nur machen müssen, ist ein Kennwort setzen für den gemeinsamen Start der Klausur, was sie dann in die Teufel schreiben. Also zum Start der Klausur quasi wird das Kennwort an die Teufel geschrieben und dann können die Studis anfangen und dass die Lehrenden vorher eine Zeitbegrenzung eingeben müssen. Das sie sich konfigurieren müssen in der Testschule. Alles andere ist eigentlich schon optimal vorbereitet. Genau, und natürlich ihre Fragen anlegen. Genau, ja. Das mit der vorgegebenen Testnavigation, ich sag aus rechtlichen Gründen, wir hatten im Vorfeld viel überlegt und diskutiert, wie viel wir von der technischen Seite tun müssen, damit man wirklich nur rechtssichere Prüfungen erstellen kann und sind relativ schnell an den Punkt gekommen, dass wir nicht verhindern können, dass jemand eine Schrottklausur baut, die nicht rechtssicher ist. Aber das hat man bei Papierklausuren auch. Wir sind da natürlich dran, wir beraten und wir würden bei bestimmten Sachen auch sagen, das was du da machst, ist keine gute Idee. Aber man kann es nicht technisch verhindern. Also Klassiker das Problem Multiple Choice. Ich kann in Moodle nicht hergehen und kann verhindern, dass die Multiple Choice Fragen nehmen. Dass es natürlich dann Tür und Tore öffnet, dass ich dann am Ende eine Tür öffne, aber wir können es eben nicht technisch verhindern. Das ist halt der Teil, der nochmal schwierig ist. Archivierung, was wir machen... Ich will die Multiple Choice Problematik kurz erläutern. Ich kenne nicht, warum ich jetzt gegen Multiple Choice festgeklagt werden sollte. Das Problem ist diese Maluspunkte-Regel, dass ich im Endeffekt, wenn ich irgendwas richtig angekreuzt habe, dann darf ich eigentlich nicht die Situation haben, dass wenn ich dann auch was Falsches ankreuze, dass mir das Richtige weggenommen wird. Und die Diskussion fing früher mal an mit, ich habe quasi drei Aufgaben und habe die erste falsch, habe die zweite richtig und es hebt sich gegeneinander auf. Und es hat sich über die Jahre immer mehr verschärft, dass inzwischen auch schon eine Diskussion ist, wenn ich eine Frage habe und habe fünf Optionen, drei kann ich ankreuzen. Ich habe zwei richtige und eine falsche. Was kriege ich jetzt? Kriege ich nur noch einen? Kriege ich gar keinen? Also alles oder nichts ist immer einfach, wenn ich so eine Frage habe. Aber in dem Moment, wo ich quasi richtige und falsche Kreuzchen gegeneinander aufrechne, bin ich immer in der rechtlichen Grauzone, wo ich mit einem gewieften Anwalt die ganze Klausur bekomme. Es kam letztendlich aus dem Medizinbereich, weil die extrem viel genau damit prüfen und da haben sich dann viele, die geklagt haben und gesagt haben, das ist ja eigentlich richtig, was ich angekreuzt habe und haben sich dann nachher auf das Grundgesetz berufen, auf Berufswahlfreiheit. Und ja, es gibt mittlerweile, also wenn man im Netz sucht, unendlich viele Kanzleien, die einen beraten, wie man gegen Formfehler bei solchen Sachen vorgehen kann. Also deswegen sollte, ich sage mal, wenn man jetzt einen normalen Test macht oder so, wo es jetzt nicht wirklich in eine Endnote irgendwo reinläuft, dann kann man das wahrscheinlich machen. Aber jetzt kann man es machen, das ist kein Problem. Aber wenn es nachher wirklich dann Prüfungen sind, die vielleicht eine Relevanz haben, man ist im dritten Versuch und fällt wegen sowas durch, dann ist das ein Problem. Dann ist man wahrscheinlich schon eher geneigt, einen Rechtsanwalt anzurufen, der darauf spezialisiert ist. Also Multiple Choice ist nicht per se verboten, aber man kann viel falsch machen. Darum geht es. Und deswegen lieber nicht. Am besten, wenn man trotzdem eine Multiple Choice haben möchte, wäre Multiple True Faults, wo man sagen muss, ja, nein, das ist richtig, das ist falsch. Das ist dann sozusagen deakzeptabel und absolut, also direkt sicher. Genau, weil man im Endeffekt für jede, jede Antwortoption die Auswahl trifft, ist diese Antwortoption korrekt oder falsch und dann kann ich eben quasi jeden gesetzten Haken auch entsprechend bewerten. Ist ein Plug-in, ist eigentlich eine tolle Sache. Nein, das ist kein Plug-in, das ist Core. Multiple True Faults ist Core. Ach so, okay. Wir haben noch mehrere andere drin. Ja, aber das ist Multiple True Faults, das ist Core. Ah, okay. Dann kämpft ihr gegen Datenschützer, gegen wildgewordene Anwälte, gegen die Technik und gegen die Anwälte. Ja, gegen Feuchtigkeit. Auch Brandschutz. Ich baue ein Teil bestimmt auf. Also, als ich dann gehört habe, wie Ladewagen, wo werden die denn unter Aufsicht aufgeladen? Da denke ich mir, oh Gott. Wir müssen die ja von der Steckdose nehmen und wir müssen wirklich dann unter Aufsicht einmal geladen werden, wo ich auch nur denke, das ist... Ja, das Coole ist, dass die in einer Stunde alle voll sind. Dann ist es leider los. Danke für diese Zeit. Tschüss. Beim Archivieren, was wir machen, wir frieren Prüfungskurse ein, sobald die Korrektur gelaufen ist, die Einsicht gelaufen ist, sodass dann zumindest an der Stelle schon mal klar ist, hier kann keiner mehr was tun. Wir wollen die Prüfungskurse, wir haben ja gerade erst angefangen, vier Jahre, nachdem der letzte Prüfling exmatrikuliert ist, noch aufheben. Ganz einfach, weil man natürlich, wenn irgendwann mal jemand gegen eine Prüfung klagen will, wäre es ganz nett, wenn sie noch da ist. Dementsprechend behalten wir auch die Nutzeraccounts in dem System ein bisschen länger, als wir es in unserem Standardmodel machen würden. Genau, die Logdaten, das Log läuft normal mit während der Prüfung und alle müssen auf 120 Tage gestellt und ziehen quasi manuell die Logdatei und legen die auch mit im Kurs ab, dass ich eben auch in vier Jahren noch gucken kann, was ist am Prüfungstag, zehn Minuten nach Start der Klausur bei Nutzer Max Müller passiert, wo hat er geklickt und wo nicht. Genau, und alles andere, was Moodle eben sonst so archiviert ist, ist ja eh, also ganz im Bewertungsverlauf und alles, ist eh mit drin im Kurs. Das Problem an der Geschichte ist, dass es an vielen Stellen in den Fachbereichen auch Regeln gibt, wie was archiviert werden muss. Da teilweise jeder Fachbereich seine eigenen Regeln hat bei uns, wie lange Sachen aufgehoben werden, es teilweise noch Mantelbögen auf Papier gibt, die man unter irgendwelchen schrägen Gründen dann auch auf Papier braucht. Und wir im Moment noch geschrieben haben, wenn jemand meint, es muss auch noch ins Fachbereichsarchiv, dann zieht euch mit dem Archivierungsplugin den Testversuch, zieht euch den Bewertungsverlauf und dann macht damit irgendwas Unlegtes im Fachbereichskeller. Sie wollten eigentlich zwei Fragen, das eine ist, also ihr zieht nach jeder Prüfung alle Logdaten und speichert die? Die vom Kurs. Also ihr habt den, vom Kurs oder vom Nutzer? Vom Kurs. Also vom Kurs und dann hast du die Logdaten, dann hat man im Endeffekt die Nutzerbewegungen in dem Kurs. Und die Nutzer können im System nicht viel machen, wir haben da nicht massig Kurse, wir haben Demokurse, die werden weggeschaltet während einer scharfen Prüfung. Das heißt, ich kann im Endeffekt als Nutzer in meinen Klausurenkurs, hätte ich jetzt in der Prüfungsphase mehrere Klausurenkurse, könnte ich da zwar mal rein peeken, könnte sagen, ah cool, da ist schon die Klausur für Mathe, aber ich sehe im Endeffekt nur den Kurs, ich komme nicht rein. Das heißt, wir brauchen wirklich nur den Kurs. Wir brauchen nicht nur die Logdaten, die in dem Kurs hinterlassen. Das hat ein Datenschützer erlaubt? Also das ist eine rundlose Speicherung von persönlichen Daten über den gesetzlichen Zeitraum hinweg. Also da findest du, was wir da feststellen, ist letztendlich ein Clash zwischen Datenschutz und Prüfungsrecht. Also wenn du dann siehst, mit was für Argumenten dann geklagt wird, also wo du dann auch beweisen musst, wer wo was gemacht hat, bleibt dir am Ende fast gar nichts anderes übrig, als das mitzuloggen und aufzunehmen. Ja, aber ich habe noch ein zweites Beispiel. Also unser Datenschützer vertritt eindeutig die Meinung, Datenschutz schlägt Prüfungsrecht. Also nach 180 Tagen sind unsere Logdaten weg. Und was danach dann passiert, ist dann halt so. Spannend. Das zweite, nach der Exmatrikulation, wie erfährt ihr, dass jetzt der letzte Prüfling exmatrikuliert wurde?ist ein Problem, was wir so ein bisschen in die Zukunft verlagert haben. Also Gedanke ist, was es wird. Es wird am Ende auch ein manueller Prozess sein, dass man eben in einem, die Leute gehen ja in der Regel quasi halbjährlich raus, dass man einfach ein Monitoring drauf hat und einfach mal guckt, wie die Kurse leer laufen. Weil ihr dann den Nutzer-Account natürlich auch entsprechend... Irgendwann sind sie weg, genau. Genau, aber eigentlich hast du dann immer noch in dem Kurs die Prüfer auf jeden Fall drin. Also ganz von dem verwaisten Kurs ist es dann... Ne, ne, ne, ne, ne, genau. Man muss im Endeffekt gucken, wo sind noch Studis drin und wo nicht. Also auch da diese vier Jahre, das müsstet ihr wahrscheinlich nicht... Also es gibt, wir haben bei uns, ich hab nachgefragt, ich hab eine Antwort, die eine Antwort ist die Rechtsabteilung. Keine Antwort. Schriftlich. Die eine Antwort ist die Rechtsabteilung, die andere ist die Studienabteilung. Die Preisfolge ist nämlich, ist es ein Verwaltungsakt? Oh, dein Wort. Die einzelne Prüfung sind 18 Monate, also bei denen sind es 18 Monate. Die Gesamtnote ist halt dann die vier Jahre, nachdem die Endnote feststeht. Weil das ist dann wiederum ein Verwaltungsakt, diese Endnote festzustellen. Deshalb sagt unsere Rechtsabteilung, würde am liebsten gerne sämtliche Kurse aufheben. Unsere Studienabteilung sagt, nix da, solange wird eine Prüfungsleistung nicht aufgehoben. Wir haben uns für die Studieabteilung entschieden, weil sonst ist unser Prüfungsmodel irgendwann... Überläuft. Bei sich ist es bei einer Abschlussprüfung notwendig, länger aufzuprüfen. Bei uns sind es zwei Jahre, wir halten die Archive auch zwei Jahre nur vor. Und alles was Abschlussprüfung ist, muss halt länger beladen werden. Aber dadurch, dass es sich ja um Klausuren handelt und keine Masterarbeiten und sowas, können wir sagen, es sind alles keine Abschlussprüfungen. Und damit zwei Jahre. Also wenn man sich wirklich intensiv mit dem Prüfungsrecht auseinandersetzt, auch was die aktuelle Literatur angeht, hier Nihus und Konsorten und Prüfungsrecht. Das Problem ist, man fragt am Ende drei Juristen, kriegt drei unterschiedliche Aussagen. Auch da, es gibt bei uns eine Studierendendatenverordnung, wo das mit den vier Jahren auch festgelegt ist. Das müsstest du ja wahrscheinlich mal kurz aufmachen, wenn ich hier bei uns den Justiziart frage. Und schreib dem eine E-Mail, dann ruft der mich an. Weil er keine Lust hat, mir irgendeine E-Mail zu schreiben, wo schriftlich irgendwas fixiert ist. Und wo ich dann denke, das kann echt nicht wahr sein. Also man muss ja auch für sowas eine vernünftige Lösung finden. Insbesondere wenn wir anfangen, Prozesse digital abzubilden, dann müssen wir dafür auch eine klare und aussagekräftige Ansage haben. Ja, wer war zuerst? Ich weiß nicht. Also mich hat aus datenschutzrechtlichen Gründen das mit den Logdaten jetzt auch ein bisschen irritiert. Jetzt würde mich aber auch interessieren, wenn ihr das schon macht, hat es euch jeweils etwas weitergeholfen? Gab es, hattet ihr einen Fall, wo die Logdaten gehen mussten, um nachzureden, dass jemand da irgendwie Schutzen damit gegeben hat? Wir hatten in der Corona-Zeit ein, zweimal tatsächlich eine Logdatenanfrage. Logdaten auch im normalen Modelsystem sind für die Endanwender nicht sichtbar. Ging dann über ein Justiziar. Ich glaube, zwei, dreimal kam das vor. Und er hat es auch gewilligt, dass sie dafür verwendet werden? Genau. Erstaunlich. Eine Frage, reicht die Gear-Case bei euch? Das bleibt im System? Ja. Und ihr zieht dann kein Backup oder so was davon? Das ist im normalen Backup-Prozess der Hochschulen mit drin. Also wenn das System quasi... Also ihr zieht dann kein Backup von dem Post? Nein. Achso, dann die Zwischenfrage noch. Die Logdaten, sind die Logdaten aus der Datenbank oder sind das auch die Logdaten vom unterliegenden Websystem? Nein, nur die, die im Modelauflauf haben. Nur die, die in der Datenbank selbst auflaufen. Okay. Und dann die dritte Frage. Wie stellt ihr sicher über die vier Jahre, dass die Kurse nicht manipuliert werden? Wie müssen die eigentlich signiert werden? Ja, das ist auch eines meiner Lieblingsthemen. Also momentan ist es so, wir frieren die Kurse ein. Ich weiß nicht, ob das nur ich als Admin kann oder ob das Manager auch können. Ich glaube, ich habe euch das auch gegeben. Und es ist natürlich so, dass... Also wenn der Kurs eingefroren ist, können... Studis können sowieso nichts mehr machen. Lehrende können auch nichts mehr machen. Die Leute, die quasi auftauen können, die könnten was ändern. Wir haben die Diskussion viel geführt. Ist es manipulationssicher? Müsste man irgendwas irgendwo noch Zeitstempeln, damit es klar manipulationssicher ist? Es kann alles manipuliert werden. Also im Moment könnte ich Sachen manipulieren, und zwar so, dass es keine Zeitstempel hinterlässt, in denen ich auf der Datenbank ringe. Gehe ich über Moodle, hinterlasse ich Zeitstempel, ist das immer klar, es ist manipuliert. Genau. Und... Aber ihr könntet ein Backup-Team und euch das in der Pflanzung geben? Könnten wir, richtig. Aber ich bin der Meinung, dass wir damit keine Sicherheitsstufe gewonnen haben. Wir haben nur das Ganze komplizierter gemacht. Weil dann ist natürlich sichergestellt, wir hier können es nicht mehr verändern. Also wir, die einen Admin-Zugriff oder Manager-Zugriff auf das System haben. Aber vielleicht habe ich einen Kumpel bei der DFN, und mit dem habe ich das ausgemacht, dass wir es erst manipulieren, dann schicke ich es zum Signieren rüber. Also ich sehe nicht, wo der Prozess wirklich so ist. Ja, aber das Problem ist ja, wenn ich eine Papierklausur habe, die Lehrperson geht mit der Papierklausur raus, aus dem Raum. Niemand weiß, was mit dieser Papierklausur weiter passiert. Never ever. Und in einem technischen Prozess dann die Komplexität so extrem hochziehen, damit drei Leute, die einen Manager-Zugang haben, es nicht manipulieren können. Ne, es geht eher darum hier. Also es geht nicht um die offiziellen Leute, es geht natürlich um da rum. Und falls das System nochmal komplizierter ist, dann haben wir einen Backup. Dann hätten wir aber einen Backup. Ich weiß aber auch nicht mit Sicherheit, also den Backup-Prozess bei uns, den macht das Rechenzentrum. Was die genau... Wir machen einen Kurs-Backup, wir schmeißen dann die Log-Daten rein in den Kurs. Dann ist der Kurs-Backup drin, dann zieht der von dem Kurs den Backup und dann lässt er das signieren. Und dann habt ihr den Kurs mit allen Daten und habt vom Prinzip einen Stand von dem Kurs, wo er eingefroren ist nach der Prüfung und kann offiziell nicht manipuliert werden. Und das gibt ihr halt die Idee darauf. Und ihr könnt ihn natürlich immer noch in den Moodle drin lassen, als quasi so erster Schritt. Und zusammen, wenn die nachfragen kommen, gucken wir erstmal in den Moodle. Und falls dann der Rechtsanwalt kommt und sagt, ja, aber euer Moodle ist kompromittiert und widerstimmt nicht, dann könnt ihr das signieren. Genau, das könnte man überlegen, ob man es zusätzlich macht. Auf jeden Fall, das quasi noch mit reinschmeißen muss. Also das ist ja auch die Idee, wir müssen den Speicher aufnehmen. Ihr macht das so, bei euch an der Hochschule? Ja. Okay. Danke. Ja, und ich mein, deswegen nehmen wir auch die Session, um nochmal solche Sachen zu lernen. Bei uns ist das automatisiert, wir haben kein Prüfungs-Moodle. Wir haben ein Moodle, was alles drin hat, wo sozusagen die Klausuren extra sind. Wir haben ein Plugin geschrieben, wo die Lehrenden definieren müssen, ob das sich jetzt um eine Prüfungsleistung handelt oder nicht. Und dann gehen wir automatisch alles durch, was Prüfungsleistung ist, und machen davon ein Backup mit dem Zeitstücke. Und dem Speicher. Wie gesagt, nach zwei Jahren natürlich. Das kann man mit Sicherheit auf jeden Fall noch überlegen. Richtig. Also da müssen wir persönlich, müssen wir theoretisch den Falschfahrer durchgehen und gucken, was ist zwei Jahre alt und weg damit. Genau, hier nochmal eine kurze Skizze von unseren Ablaufproblemen, die wir hatten. Wir haben jetzt hier einmal, was bei uns an der Hochschule jetzt fürs Wintersemester aktuell ist. Wir starten Ende September. Und in den ersten sechs Wochen der Vorlesungszeit muss die Lehrperson ankündigen, es wird eine elektronische Prüfung. Genau, damit ist das dann klar. Prüfungsanmeldung ist natürlich wesentlich später. Prüfung ist dann kurz nach der Anmeldung. Und was wir eben merken, wir haben etablierte Prozesse an der Hochschule in jedem Fachbereich. Wie läuft die Prüfungsplanung, wie läuft die Prüfungsanmeldung? Wir haben teilweise Prüfungspläne, die sind schon immer auf eine bestimmte Art. Klausur so und so ist immer in der ersten Prüfungswoche am Dienstag um acht. Innenraum so und so. Und im Prinzip machen die Fachbereiche das dann eigentlich so, wie es ihnen gefällt. Und in diesen Prozess kretschen wir jetzt rein mit Chromebooks und mit Prüfungskursen und mit ein bisschen Raumbeschränkungen, weil wir gerade nicht alle Räume bespielen können. Und zu dem Zeitpunkt, wo man eine elektronische Klausur ankündigt, weiß man eigentlich noch nicht, habe ich Chromebooks? Habe ich einen Raum, wo ich mit den Chromebooks rein kann? Da muss ich ja Chromebooks reservieren. Aber ich weiß ja gar nicht, wie viele, weil ich erst hinten in dem orangenen Zeitraum weiß, wie viele Leute sind da eigentlich dabei? Das heißt, ich muss überlegen, wie viele habe ich denn so im Mittel in den letzten Jahren gehabt? Genau und wenn ich einen Raum reserviere für die Chromebooks, dann habe ich ja vielleicht die Prüfungsplanung im Fachbereich XY, die sagt ja aber Dienstag morgens um die Uhrzeit in der Prüfungswoche, haben wir immer den Raum. Warum wollt ihr den denn jetzt haben, um damit Chromebooks rein zu können? Genau und Anmeldung der Nutzer in den Prüfungsmodel anhand des Exports aus dem Prüfungsanmeldungssystem funktioniert auch nicht hundertprozentig, weil es schräge Wege gibt, wie man sich mit Zetteln, also gelbe Zettel heißt das bei uns, das haben wir auch mühsam lernen müssen. Man kann sich hier auch auf sehr merkwürdigen Wegen zu Klausuren anmelden, insbesondere, wenn man in anderen Fachbereichen mitschreibt. Das heißt, es gibt immer noch Leute, die wir nicht auf der Stelle erwischen, wo wir einfach sagen, in der Regel hat man uns gesagt, weiß der Prüfer am Ende der Anmeldungsphase, wer außer der Reihe da mitschreiben soll und den müssen wir dann zusätzlich noch mit reinnehmen. Also es ist, wenn man das neu etabliert und man hat etablierte Abläufe in der Hochschule, ist es nicht gerade einfach, sich da irgendwo so rein zu kretschen, wie es passt. Genau, Punktlandung am Ende. Willst du auch nochmal? Genau, ich glaube wir haben jetzt noch eine Minute. Das ist eigentlich nochmal so ein bisschen eine Zusammenfassung. Das meiste davon haben wir auch schon gesagt. Krankheitsvertretung haben wir jetzt noch nicht angesprochen. Auch so eine Challenge, was macht man da, wenn der Prof irgendwie auf dem Weg zur Klausur umfällt und nicht da ist. Dann müssen wir irgendwie eine Vertretung in seinen Kurs einschreiben. Der muss aber versiert genug sein, damit umgehen zu können, das Passwort an die Tafel zu schreiben und so weiter und so fort. Also kommen einfach noch so ein paar Herausforderungen. Genau, was auch noch interessant war, Chromebook-Administration. Es ist bei den Chromebooks einiges dokumentiert, aber insbesondere die Absicherung in diesem Kiosk-Modus ist nicht weitreichend genug dokumentiert. Es sind eben so die grundlegenden Sachen, die man mindestens machen sollte, die stehen auf der Liste und alles andere ist Trial and Error und selber rausfinden. Genau, hier war noch. Seid ihr bei den Berührungen dabei? Im Moment ja. Weil dann eine Krankheitsvertretung für euch ist auch eine Challenge. Ja, wir dürfen nicht krank sein. Also wir sind zwei und Malte würde auch noch mitmachen. Zwei bis drei Leute dann in der Prüfungsphase. Drei Leute zu wenig. Okay. 30.000 Stück. Wir sind, ich glaube wir haben 5.000. 5.000, da geht es uns noch gut. Müsst ihr dann auch öfters hingreifen, wenn die Studierenden dran sitzen? In den Vorortsätzen müsst ihr dann auch direkt hingreifen, aber ist es nicht immer, dass ihr mehr oder weniger da seid, um die Books auszuteilen? Also wo wir jetzt eingreifen mussten, waren so Sachen wie vergessene Passwörter, wo ich naiverweise nicht mitgerechnet habe, weil die ja Moodle im normalen Studienablauf immer auch nutzen. Es gibt aber wirklich Leute, die dann ihr Kennwort nicht haben und ich dann quasi die Accounts einmal aufgebohrt habe im Prüfungssystem. Dann könntet ihr pro Klausur, also praktisch pro Prüfungsphase, Die gleichen Leute hatten ihre Kennwörter auch da nicht. Naja, aber dann müssen sie ja vor der Klausur schon mal die Dinger mitnehmen. Haben wir auch gedacht. Ich will euch den Tipp geben, die Leute, die ihr damit sozusagen betrefft, sind die, die ihre Passwörter auf ihren Handys gespeichert haben und deswegen niemals da rankommen. Auf den Handys sind sie gespeichert und man kommt auf den Handys auch oft in ihre Anbietungen ran. Ja, also das hatten wir tatsache eben auch, dass wir den Studis vorher gesagt haben, wenn ihr einen Passwortmanager habt und habt euer Kennwort da drin, ihr dürft quasi jetzt noch einmal kurz, also die hatten Handys und Sachen waren vorne, aber wer sein Passwort wirklich nicht wusste, durfte nochmal nach vorne gehen, sein Handy rausholen und sich eben einmal einloggen. Hat in dem Fall auch nichts geholfen, weil die Person hat ihr Kennwort gerade erst gewechselt und auf dem Handy war noch das alte. Okay, da kommen ja noch Zimmerwürste her. Also damit rechnet man nicht. Das ist natürlich das... Ja gut, genau nicht für den Stromausfall. Ja, irgendwas ist da. Wenn ihr das suchen könnt, ihr seht, dass es ein paar Hamster gibt. Wir machen die Digitalprüfung seit Sommersemester 22 in Präsenz und ich kann euch sagen, immer noch kann ich darauf wetten, von 120, die ich da gleichzeitig sitzen habe, mindestens einer kriegt das Passwort nicht hin. Und was man nicht unterschätzen darf, ist Prüfungsnervosität. Wir haben das Passwort auf einem Zettel gehabt, das war kein Passwort mit 17 Zeichen und 37 Sonderzeichen. Wir haben es nicht geschafft, es fehlerfrei einzugeben. Wenn wir mit dem Medium mal scheitern, wird es immer nervöser, immer nervöser. Manchmal ist tatsächlich die beste Lösung, es selber einzutippen. Das haben wir bei der letzten Ding jetzt einmal gehabt. Das war einer der Accounts, die ich aufgebohrt habe. Ich habe da ein Passwort gesetzt, das der Dame auf dem Zettel geschrieben und ihr gegeben und sie hat es nicht abgetippt bekommen. Wir lösen das Problem. Also wir haben unsere Accounts sind ans zentrale Adapt angeschlossen. Und ich kann aber einfach den Account auf manuell einschalten. Ja, genau das habe ich gemacht. Ich habe jetzt ein Passwort. Das ist auch jedes Mal das Gleiche und das Simpleste, was irgendwie machbar ist. Und danach, ich muss nur einfach daran denken, direkt danach, nach der Prüfung, muss ich wieder zurück einschalten. Erstmal den Namen irgendwo mal merken und dann aufschreiben. Das war jetzt auch der letzte Resort. Lasst ihr euch da einen Ausweis zeigen von den Leuten? Weil es könnte ja jemand vollkommen anders kommen und sagen... Also sie müssen sich ja sowieso bei der Prüfung ausweisen. Nachdem die Prüfung organisiert wird, manchmal ist es so, dass sie vor jede Schlange bilden lassen. Am Eingang zu unserer Prüfung ist dann ein Promontaris abgestimmt. Und dann machen sie das, setzt euch hin, packt den Studiausweis daneben und ich hake den. Genau so wäre das bei uns. Ich lasse mir so oder so immer ein Studiausweis geben, weil ich muss den Nutzer in unserer Nutzerliste von 33.000 Accounts finden. Da brauche ich so oder so den, selbst wenn das ein Franz Müller ist, habe ich davon 10 Stück. Da brauche ich dann spätestens auch noch die Matrikelnummer, um den explizit zu finden. Dann weißt du auch, wen du dann wieder zurücksetzen musst, weil die Versuche dann zu dir kommen. Genau, da sind auch noch Wortmeldungen. Mich würde interessieren, ob ihr den Eindruck habt, wie die Akzeptanzseite der Studierenden ist. Ich muss jetzt in so einer Extremsituation, die wurde ja schon geschrieben, mit einem fremden Rechner arbeiten, den ich nicht kenne, mit einem super kleinen Bildschirm. Das ist Stress ohne Ende. Ich finde, das wird jetzt noch mehr. Ich habe gefragt, wollen die Studierenden lieber zu Papier? Die wollen lieber. Das war unser erster Eindruck. Die hatten gar keinen Bock auf diese elektronische Klausur und haben gesagt, es war ihnen lieber, wie es vorher lief. Genau, wobei wir da jetzt auch einen Extremfall hatten. Eine Klausur mit viel Mathematik und der Prof. dann sehr aufs Deck gesetzt hat. Er meinte, das können wir ja alles im Kopf rechnen und eintippen. Wo wir sehr viel Überzeugungsarbeit leisten mussten, zu sagen, die brauchen Schmierpapier, die müssen noch schreiben können. Ich schmier das alles hin und mache am Ende einen Kringel, um das richtige Ergebnis zu. Ich muss das dann noch in so eine komische Maske eintragen, die mir vielleicht auch noch anzeigt, da stimmt was nicht. Da war die Akzeptanz nicht so der Hit. Ich nehme aber mal an, dass wenn es offene Fragen sind oder Multiple Choice, Single Choice, whatever, dass es dann wahrscheinlich einfacher ist, wenn ich Sachen ankreuzen muss und nicht irgendwelche vollkommen ungewohnten Sachen bedienen muss. Ich kann dazu erzählen, dass wir gerade in Berlin an der Berlin University Alliance, also TU, HU, FU und Charite, machen wir gerade eine Befragung von den Studierenden in diesem ersten Berufszeitraum, der schon durch ist und der zweite ist demnächst kommt. Für die HU kann ich sagen, ich habe da alles dabei, bei den Freitexten zwischen, ich hasse Digitalisierung, bis hin zu, warum muss ich überhaupt noch ein Blatt Papier jemals anfassen. Ist alles dabei. Aber es ist auch eine Akzeptanzfrage mit drin und ich bin absolut dafür und ich bin sehr dafür, sind 80 Prozent der Studierenden. Es wird sicherlich je nach Fachbereich extrem schwanken, weil manche Sachen lassen sich besser abbilden und manche Sachen lassen sich schlechter abbilden. Es wird sicherlich davon sehr abhängen, wie sind die Studierenden auf die Situation Digitalisierung vorbereitet worden. Das heißt, habe ich eine Lehrkraft, die im didaktischen Konzept der Lehrveranstaltung immer wieder Testaktivitäten schon mal eingebaut hat, dann kennen die Google mit Testaktivität und das einzige ist, dass sie dann halt ein Laptop haben, den sie wahrscheinlich eh schon selber benutzen, nur halt ist es ein anderes Gerät. Ja, es kommen dann die Leute, die sagen, ich benutze aber immer Apple und jetzt habe ich eine Windows-Tastatur. Macht aber nur dann einen Unterschied, wenn ich viel tippen muss. Es ist eine Klick-Klausur, dann kommt vielleicht noch einer, der sagt, ich bin Linksender und das ist eine doofe Rechtsänderung ausgewiesen. Alle wüssten nicht erwischen, aber die allgemeine Akzeptanz ist da und so doof es auch klingt. Den, den man ja eigentlich überzeugen muss, wenn man eine Digitale Klausur machen möchte, ist der Lehrende. Der Studi ist das Abendschwein, was es ausbaden muss, egal welche Entscheidung getroffen wird. Der hat kein Mitsprachrecht. Leider. Für die Akzeptanz in der gesamten Hochschule, vor allem in der Hochschulleitung, ist es aber immer gut, trotzdem die Studierenden in irgendeiner Befragung mit drin gehabt zu haben, damit die sich auf die Fahne schreiben können. Wir haben auch die Studierenden gefragt und an ihrer Meinung. Von der Berufsschule und ich bin ein bisschen erschüttert, wie nett ihr letztendlich zu euren Studis seid. Ich sag mal, die heutige Welt ist so, die haben alle eine EC-Karte, die haben einen Pin, den sie sich merken müssen. Die Welt geht ganz klar an zwei Faktor-Authentifizierung. Das heißt, im normalen Leben ist das überhaupt keine Diskussion. Im beruflichen Kontext gehen sie in irgendwelche Assessments, wenn ich mich zertifizieren muss, wird genau das Ding gefahren. Und dann mache ich hier an der Hochschule friede, freie Eiergucken. Und wenn du dich nicht ändern kannst, dann gebe ich dir das sogar ein. Ich mache die Elektronenprüfung seit 15 Jahren oder so. Und man sagt ganz klar, wenn ich mit euch die Klausur schreibe, ich setze in der Klausur keine Kabel zurück, dann sagt euer Klientel mir, dass euer Camp-Bord zu Hause im Browser-Cache ist, dass ihr es wissen müsst. Und dann setze ich die dann und sage, okay, du hast es vergessen, dann kannst du es nochmal versuchen. So, und dann können die eine Viertelstunde lang versuchen, das Camp einzulegen. Aber das ist nicht schafflich, das ist halt null. Das ist aber ein ganz schwieriges Thema, das hatten wir ja auch schon mal gesprochen. Ihr IT-Aufklärer meinte, hopp oder topp, entweder Liebesliebhaber oder nicht, sonst habt ihr Pech da. Und das Justizariat hat aber gesagt, naja, tatsächlich ist es so, dass wir an allen Tagen eine neue Klausur schreiben. Und denen muss die Wahl gelassen werden, ob sie das elektronisch oder auf Papier schreiben wollen. Das hat dazu geführt, dass bei einer Klausur von 40 Leuten noch genau 5 Tage das erste Mal am Rechner geschrieben wurden. Und der Rest hat auf Papier geschrieben, sodass wir gesagt haben, da sind wir raus. Entweder ihr macht es ganz elektronisch oder ihr lasst es, weil wir haben die ganze Vorbereitungsarbeit gemacht. Der Prüfer hat ja die ganzen Fragen auch erst mal anbelegt. Und am Ende wollten alle auf Papier schreiben. Das war schon ein bisschen frustrierend und ich konnte auch nicht nachvollziehen, wie kann es sein, dass die die Wahl haben dürfen. Das ist doch komplett total komisch vor allem. Das ist doch auch das, was die Klausur anfächten. Das ist ja ein Unterschied, in was abgeprüft werden kann innerhalb der Kohorte. Also sozusagen die verschiedenen Level, von was abgefragt wird. Bei einer schriftlichen Klausur auf Papier und auf digital, ist es in der Kohorte komplett unterschiedlich. Und das ist anfällig, bis zum Ende. In der Intersektion sind Intermediate und muss man durch. Noch eine mit Blick auf die Zeit und dann müssen wir glaube ich schließen. Ich wollte noch mal kurz was zur Akzeptanz sagen. Wenn das eine sehr textlastige Klausur ist oder Multiple Choice mit einem Kreuzchen sitzt, dann verstehe ich die Argumentation, eine Mathe-Klausur auf einem fremden Rechner stelle ich mir wie einen Albtraum vor. Mit anderen Worten, ich glaube, dass es von Fachbereich zu Fachbereich unter Umständen höchst unterschiedlich sein kann. Es gibt auch Klausuren, die kann man mit Sicherheit nicht sinnvoll digitalisieren. Da sollte man einfach die Ringe von lassen. Was du eben schon sagtest, wenn zu dem Konzept einer Veranstaltung gehört, dass die Studierenden selbstverständlich die ganze Zeit über mit Stack arbeiten, um Matheübungen zu machen. Und dann damit in der Klausur. Dann denke ich, ist das akzeptabel. Nicht akzeptabel ist, wenn sie das erste Mal in der Klausur damit konfrontiert sind. Das muss klar sein. Ja, ganz herzlichen Dank für die Diskussion und die Fragen und die Ideen. Ich gebe dir das mal wieder. Du hast es gelernt. Vielen Dank.